In der Übersicht
Der Alltag im Malerhandwerk ist schon ziemlich anstrengend. Manchmal habe ich den Eindruck, dass nur noch die Notaufnahme im Krankenhaus stressiger ist. Ständig gibt es Änderungen und Störungen und dann müssen wir uns auch noch „bei Mitarbeitern bewerben”, um genug Fachkräfte zu finden.
Gut bezahlt, aber schwache Produktivität
Im heutigen Fall hat ein Betrieb mit gut bezahlten Mitarbeitern eine unterdurchschnittliche Wertschöpfung von nur 47 € pro Stunde erzielt. Da der Betrieb kostengünstig aufgestellt ist, wurde dennoch Gewinn erwirtschaftet, weshalb die schwache Leistung zunächst nicht auffiel. Erst durch eine Betriebsanalyse wurde erkennbar, wie viel Geld die niedrige Wertschöpfung den Betrieb tatsächlich kostet.
Hoher Verkaufserfolg
Der Verkauf ist die große Stärke des Inhabers, und er kann in einer wirtschaftlich schwachen Gegend ein gutes Preisniveau von 54 € pro Stunde durchsetzen. Leider gehen dem Betrieb durch die niedrige Wertschöpfung mit vier Mitarbeitern 47.600 € pro Jahr verloren.
Wo ging das Geld verloren?
Ein treffender Spruch dazu lautet: „Viele Führungskräfte trainieren lieber ihre Schmerzresistenz statt ihre Konsequenz.“ Auch in diesem Fall ist das gut zu beobachten. Aus Angst, in Zeiten des Fachkräftemangels nicht genügend Mitarbeiter zu finden, werden die Mitarbeiter für die Region untypisch hoch bezahlt; der Mittellohn beträgt im Betrieb 17,50 €.
Produktivitäts-Hebel Team
Die Betriebsanalyse offenbarte, dass der hohe Lohn sich nicht auf die Motivation der Mitarbeiter auswirkte und nur eine schwache Produktivität erwirtschaftet wurde. Denn die grundsätzliche Baustellenorganisation des Chefs war gut: Aufträge wurden drei Tage vor Beginn in Ruhe besprochen und auch besichtigt. Die Mitarbeiter erhielten einen verständlichen Auftragszettel, und der Chef besuchte täglich die Baustelle.
Führungsvakuum
Kennen Sie das auch: Man bespricht alles mit den Mitarbeitern, und diese gehen – so scheint es – voll motiviert an den Auftrag? Aber trotzdem läuft es nicht und die vereinbarten Ziele werden nicht eingehalten. Die Mitarbeiter können das im Nachgang gut erklären, wobei die Schuld immer bei den anderen und den Umständen gefunden wird. Dies ist ein deutliches Zeichen dafür, dass sich die Mitarbeiter im Führungsvakuum des Chefs bequem eingerichtet haben.
Klarheit schafft Harmonie
Der Unterschied zwischen Erfolg und Durchschnitt ist immer der Grad an Konsequenz und Klarheit. In diesem Fall ist der Chef einfach zu freundlich. Aus Angst, Mitarbeiter zu verlieren, erduldet er Fehlverhalten und schwache Leistungen. Damit gerät er in die Falle der Erpressbarkeit. Mit diesem Führungsstil wird es sehr schwer, die Leistung des Teams zu steigern und die Gefahr ist groß, dass Leistungsträger das Unternehmen verlassen.
Vorteile klarer Führung
Eine konsequente und klare Führung bietet viele Vorteile. Schon der amerikanische Ökonom Peter Drucker warnte davor, die Leistungsträger indirekt zu bestrafen, indem man bei den schwachen Mitarbeitern alles durchgehen lässt. Wozu sollten sich dann leistungsbereite Mitarbeiter anstrengen? Weitere Vorteile einer klaren und konsequenten Führung sind:
- Erhöhte Mitarbeiterzufriedenheit durch ein transparentes und vorhersehbares Arbeitsumfeld.
- Stärkere Mitarbeiterbindung durch das Gefühl von Stabilität und Sicherheit, das Klarheit vermittelt.
- Bessere Teamarbeit durch Richtlinien und eine klare Kommunikation.
Wo sind Ihre Hebel zur Produktivitätssteigerung?
Jetzt Klarheit schaffen mit der bewährten Betriebsanalyse des Malerinstituts.
Mehr Informationen:




