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Von innen sieht das Hamsterrad aus wie eine Karriereleiter

Wenn der Alltag zu sehr vom Chef abhängig ist, sind dafür meist 3 Gründe verantwortlich. Es geht aber auch anders.

canva

Drei Gründe sind häufig die Ursache, warum es in einem Betrieb krankt. Diese Gründe sind oft auch dafür verantwortlich, dass der Chef viel zu sehr in den Arbeitsalltag eingespannt ist und sich im Hamsterrad aufreibt:

  1. Schwankende Umsätze
  2. Zu geringe Wertschöpfung
  3. Zu viele Streitereien.

Diese zwei Fragen helfen Ihnen, aus dem Hamsterrad rauszukommen:

  1. Ist Ihr Vorgehen effektiv? Konzentrieren Sie sich auf die Tätigkeit mit der höchsten Ergebnisrelevanz?
  2. Ist Ihr Vorgehen nachhaltig? Werden Sie von Dritten verstanden?

Nur wer alle Infos hat, übernimmt Verantwortung.

Das ist häufig das Problem hinter dem Problem, wenn Mitarbeiter keine Verantwortung übernehmen und der Chef wie ein Feuerwehrmann ständig Brände löschen muss. Ein Unternehmen, das nur von einem Kopf gelenkt wird, war früher Normalität. Heute sind solche Anführer vom alten Schlage schlicht überfordert. Außerdem kommen die jungen Generationen mit dem oft autoritären Führungsstil überhaupt nicht zurecht. Vielleicht steht ein Unternehmen, in dem nur der Chef und sonst keiner entscheidet, früher oder später vor der Pleite. Oder der Unternehmer steht irgendwann selbst vor der gesundheitlichen Pleite. Wenn der Chef der Einzige ist, der die Details kennt, ist es kein Wunder, wenn er im Hamsterrad sitzt.

Aus diesem Hamsterrad auszusteigen ist aber ohne weiteres möglich. Ich selbst erlebte den Durchbruch, als ich begriff, dass der Schlüssel zur persönlichen Freiheit in einer guten Baustellenorganisation und -vorbereitung liegt.

„Die Schlacht wird im Zelt des Generals gewonnen“

Sunzi, chinesischer General, 545-496 v. Chr.

Die Vorbereitung einer Baustelle entscheidet über den Gewinn. Für eine gute Vorbereitung gibt es keine zweite Chance. Läuft die Baustelle, zählt jede Minute. Alles, was dann nicht ordentlich vorbereitet oder mit dem Kunden geklärt ist, stört den Arbeitsablauf und belastet den Meister. Viele Malermeister können im Alltag einfach nur noch reagieren und stehen so stark unter Stress, dass sie für die Entwicklung des Unternehmens keine Zeit mehr haben. Die Folgen sind nicht nur im Team spürbar. In diesem Fall leidet häufig auch die Gesundheit des Inhabers.

Die gute Nachricht: Sie haben genug Zeit, einen Auftrag gut vorzubereiten. Denn kaum ein Auftrag beginnt gleich am Tag nach der Auftragserteilung. Sie haben vor dem Beginn der Arbeiten genügend Pufferzeiten, um alles in Ruhe zu klären und vorzubereiten. Allerdings nutzt diese Zeit kaum jemand. Deshalb gehen schon vor Auftragsbeginn wertvolle Pufferzeiten verloren. Wenn dann noch ein Architekt die Abläufe schlecht geplant hat, die Vorgewerke nicht rechtzeitig fertig geworden sind oder der Kunde ständig seine Meinung ändert, dreht sich Ihr Hamsterrad immer schneller. So degradiert sich der Chef selbst zum Störungsbeseitiger.

Als Chef sitzen Sie in der Zwickmühle: Sie bezahlen Ihre Mitarbeiter nach Zeit. Der Kunde aber bezahlt Sie nach Leistung. In diesem Zusammenhang wurde schon an vielen anderen Stellen darüber philosophiert, wie Mitarbeiter zu mehr Leistung motiviert werden können. Ein Punkt, der meines Erachtens dabei häufig vernachlässigt wird, ist die Kunst der Steuerung und der Regelung der Baustellen. Denn diesen Punkt hat der Chef voll in der Hand.

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