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Solche Leute suchen wir

Glück muss man haben – und das heißt manchmal: Die richtigen Leute zur richtigen Zeit zu treffen! So wie Karsten Meyn, Inhaber und Geschäftsführer der Hamburger „Maler-Betrieb Otto Maass GmbH“.

Der Erfolg fällt ihm allerdings nicht ohne Planung und Anstrengung in den Schoß. Vielmehr zeigt er schon als Schüler viel Eigeninitiative. „Koch, Konditor und Maler – ich habe drei Praktika gemacht. Ich hätte bei allen drei Arbeitgebern anfangen können.“ Zu seiner Eigeninitiative kommt hier erstmals ein wichtiger Rat von außen: „Meine Eltern sagten: Wenn du als Koch arbeitest, haben alle anderen frei und wenn du frei hast, müssen alle anderen arbeiten.“ Darauf hört der passionierte Koch damals und verlagert seine „Kochkarriere“ ins Privatleben. Das zweite Praktikumsfazit lautet: „In der Konditorei war es total niederschmetternd – es gab schon nach kurzer Zeit nichts Neues mehr: immer dasselbe, in immer derselben Backstube …“ Schließlich folgt sein drittes und letztes Praktikum als Maler und ist völlig begeistert: „An verschiedenen Orten mit unterschiedlichen Menschen zu arbeiten und immer wechselnde Tätigkeiten zu haben, das war es, wonach ich gesucht hatte.“

Der heute 55-Jährige startet also Mitte der 1980er-Jahre eine Malerlehre und arbeitet anschließend drei Jahre als Geselle. Es folgt eine zweijährige Unterbrechung als Zeitsoldat bei der Bundeswehr. Danach widmet er sich wieder seinen Karrierezielen und geht zur Meisterschule. Überraschend erhält er dort einen zweiten folgenreichen, gut gemeinten Schubser von außen: „In der Meisterschule sagte mir ein Dozent, er kenne eine große Hamburger Malerfirma, die würde jemanden wie mich suchen.“ Meyn fährt also zur Malerfirma,  und spricht mit dem Seniorchef. Sie fanden einen guten Draht zueinander. Meyn überzeugt mit seiner energischen, ideenreichen und selbstbewussten Art. Sein künftiger Chef ist begeistert und der sagt: „Sie können bei mir anfangen, solche Leute suchen wir.“ Gleichzeitig beruhigt ihn sein künftiger Arbeitgeber bezüglich der Doppelbelastung durch die Meisterschule und den neuen Job: „Kein Problem – was sie nicht bestehen, wiederholen sie.“ Dieses Gespräch stellt sich als der Anfang einer 15-jährigen gemeinsamen Zeit heraus. Meyn genießt „eine superschöne Ausbildung“ und lernt viel hinzu. Gemeinsam mit einem Kollegen führt er bald eine Abteilung mit 30 Gesellen.

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